Ratten

Ratten

Ratten sind Nagetiere und gehören der Gruppe der Altweltmäuse (Murinae) an, die rund 65 Arten umfasst und vorwiegend in Südostasien, Neuguinea und Australien verbreitet ist.

Welche Arten gibt es in Deutschland?

In Deutschland haben sich vor allem die Wanderratte (Rattus norvegicus) und die Hausratte (Rattus rattus) verbreitet. Die als Haustier gehaltene Ratte stammt dabei von der wilden Wanderratte ab. Die Wanderratte kommt ursprünglich aus Ostasien und die Hausratte aus Vorderasien.

 

Obwohl beide als Gesundheitsschädlinge gelten, unterscheiden Sie sich in ihrem Aussehen, Vorkommen und auch darin, welche Krankheiten Sie übertragen.

Ratten als Schädlinge: Das ist zu beachten

Wann kommen Ratten? Woran erkenne ich, dass ich welche in meinem Haus habe?

Selbst beim schwersten Rattenbefall sieht man selten lebende Ratten, die durch die Wohnung, das Haus oder die Geschäftsräume laufen. Falls man sie am Tag sieht, ist das ein Indiz für zu wenig Nahrung, Störung ihrer Nistplätze oder gar einen sehr starken Rattenbefall. Auf was sollte man also im Haus, der Wohnung, dem Keller oder Garten und in der Firma achten?

Wohl eines der markantesten Zeichen für einen Rattenbefall ist der Rattenkot. Dort unterscheidet man bei der Wander- und Hausratte zwischen zwei Arten. Der Kot der Wanderratte ist spindelförmig und liegt oft in Gruppen zusammen. Der Kot der Hausratte hingegen ist eher bananenförmig, weniger breit und liegt verstreuter.

Was sagt die Konsistenz über den Befall aus?

Die Menge gibt Aufschluss über den Umfang des Rattenbefalls, die Konsistenz informiert über die Aktualität und unterschiedliche Größen über den Grad der Vermehrung. Gibt es viel Rattenkot, so haben sich auch viele Ratten eingenistet, denn eine Ratte produziert etwa 40 Kotballen am Tag. Ist der Kot noch weich und glänzend, so ist der Rattenbefall aktiv. Gibt es große und kleine Kotballen, so hat die Vermehrung bereits begonnen.

Rattennagespuren sind leicht zu erkennen, denn die Schneidezähne von Ratten hinterlassen zwei parallele, leicht vertiefte Rillen, die etwa 4 Millimeter auseinanderliegen. Sie sind noch frisch, wenn sie hell sind und scharfe Konturen haben. Alt sind sie, wenn ihre Farbe dunkler ist und sie abgerundet sind sowie kein Fraßmehl aufweisen.

Welche Materialien werden bevorzugt von Ratten angeknabbert?

Ausschau nach Nagespuren halten können sie überall, denn die Schneidezähne der Ratten können nahezu alle Materialien abnagen, sogar Aluminiumbleche, Mörtel und Kunststoff. Besonders beliebt bei den Ratten sind jedoch Elektrokabel und genau dort kann es schnell gefährlich werden, denn diese sind oft für Hausbrände verantwortlich. Im Keller oder Garten weisen gelbe Säcke häufig Nagespuren auf.

Ratten benutzen häufig dieselben Wege, um zu ihren Nestern und Bauten zu gelangen. Dabei streift ihr Körper Wände, das Körperfett hinterlässt Spuren. Schmutz- und Staubablagerungen machen das Ganze sichtbar. Vor allem an Balkonkonstruktionen und auf dem Dachboden.

Wie kann man Rattenspuren prüfen?

Auch auf dem Boden kann man Rattenspuren dort wiederfinden, wo es staubig ist, aber auch zugig und diese deuten oft auf einen akuten Befall hin, da alte Spuren an solchen Orten schnell verschwinden würden. An den Abdrücken kann man auch häufig die Art erkennen: Wanderratten laufen nämlich auf den Fußballen, Hausratten hingegen auf den Zehen. Bei Verdacht können Sie den Rattenbefall mit einer dünnen Mehlschicht prüfen und am nächsten Tag kontrollieren.

 

In Gärten halten sich Ratten oft in bewachsenen Böschungen auf, wenn sie also irgendwo einen schmalen Weg finden, an dem Gras abgestorben ist, kann das oft ein Hinweis darauf sein, dass dort Ratten entlanggelaufen sind.

In geschlossenen Bereichen innerhalb von Wohnungen und Häusern können Sie einen Rattenbefall schnell durch einen beißend unangenehmen, ammoniakähnlichen Geruch feststellen, der besonders ausgeprägt ist.

Wussten Sie schon?

Dieser Geruch wird über spezielle Drüsen von der Ratte abgegeben und das auch über den Rattenkot und -urin. Er stellt für die Ratten eine wichtige Orientierung dar, um Laufwege zu markieren, ihr Rudel zu erkennen und einen Anreiz für die Fortpflanzung zu schaffen.

Welche Krankheiten übertragen Ratten? Welchen Schaden können sie anrichten?

Ratten sind sowohl Gesundheitsschädlinge als auch Material- und Wirtschaftsschädlinge. Die Schäden, die sie anrichten können, sind also vielfältig.

Was macht Ratten schädlich für die Gesundheit?

Als Gesundheitsschädlinge können sie verheerende Seuchen wie die Pest in sich tragen. Der Hausratte wird sogar nachgesagt, dass sie die Pest im Mittelalter übertragen hat. Krankheiten werden generell auf zwei Wege übertragen: Durch Ausscheidungen wie Kot und Urin sowie über den Speichel.

 

Wanderratten können zudem das Lassa-Fieber in sich tragen, aber auch Infektionskrankheiten wie Tollwut, Salmonellen, Trichinen, diverse Borrelienarten und den Rattenbandwurm (Hymenolepis diminuta), den sie sowohl an Menschen sowie Haustiere übertragen können.

  • Weil’sche Gelbsucht (Leptospirose)
  • Trichinose durch Trichinen (Nematoden)
  • Salmonellose durch Salmonellen-Bakterien
  • Fleckfieber (Typhus) sowie Partatyphus
  • Tollwut
  • Tuberkulose
  • Bandwurm (Hymenlepisarten)
  • Amöbenruhr G1e durch Euramoeba (Protozoen)
  • Rattenfieber durch Ricketsia-Bakterien
  • Einschleppung von Parasiten
  • Psychologische Folgen wie Angst und Unbehaglichkeitsgefühle

Als Wirtschaftsschädlinge fressen sie Nahrung an und verschmutzen Lebensmittel, Gebäude und Co. mit ihrem Kot. Während sie als Materialschädlinge Kabel, sogar Glasfaserkabel, anknabbern und durchnagen und so auch Schäden an elektrischen Leitungen verursachen können.

    • Verunreinigung und Kontaminierung von Waren und Lebensmitteln, oft in Verbindung mit hohen Kosten bei Verfolgung durch amtliche Lebensmittelkontrolle
    • Image- und Vertrauensverlust für Unternehmen
    • Hohe Kosten und Schäden durch Ernteausfälle
    • Chargenrückläufe und Produkthaftung, wenn Produkte durch Ratten verunreinigt wurden
    • Kurzschluss- und Brandgefahr durch Schäden an Kabeln und elektrischen Anlagen
    • Schäden an Mobiliar und Dokumenten, sowie Akten
    • Absackung von gepflasterten sowie betonierten Flächen durch die Wühltätigkeit der Ratten

Wo leben Ratten? Wo halten sie sich am ehesten auf?

Beide Rattenarten sind nachtaktiv, vor allem aber die sehr seltene Hausratte, die in Bundesländern, wie Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Bayern sogar auf der roten Liste der gefährdeten Tierarten steht. Die Hausratte findet man in Gebäuden überwiegend an wärmeren Orten, vor allem den oberen und damit trockeneren Stockwerken und somit dem Dach (Dachratte). Dort gerne in Schlupfwinkeln wie Mauerspalten, Zwischenböden, Verschalungen und Balkenwinkeln.

Wie sieht das mit der Wanderratte aus?

Die Wanderratte hingegen findet man vorwiegend im Keller oder in feuchten Lebensräumen, wie der Kanalisation (Kanalratte) und entlang von Wasserläufen, aber auch auf Müllplätzen.

Deutet eine Ratte gleich auf einen großen Befall hin?

Beide Rattenarten leben gesellig in Rudeln und sind sehr vermehrungsfreudig. Ist die Ratte als Hygieneschädling erstmal in Haus oder Wohnung, kann man häufig mit noch mehr Ratten rechnen. Da beide Arten zudem gut klettern können, die Hausratte gut springen und die Wanderratte gut schwimmen und tauchen kann, sind beide dementsprechend auch flink und gut unterwegs.

Was fressen Ratten?

Eines haben beide Rattenarten gemeinsam, sie sind gerne dort, wo es Versteckplätze und vor allem Nahrung gibt. Als Allesfresser sind sie bei der Wahl der Nahrung flexibel und fressen sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung. Dazu gehören Obst, Gemüse, Nudeln, Samen, Körner, Nüsse, gekochte Speiseabfälle, aber auch Eier, Fische, Insekten und kleine Säugetiere.

 

Haben sie einmal etwas gefunden, das ihnen schmeckt, meiden sie unbekannte Nahrung. Die Hausratte mag zudem Nahrung, die an ihrem Aufenthaltsort dominiert.

Arten von Ratten: So erkennen Sie die Schädlinge richtig

Wie sieht eine Ratte aus?

Die Hausratte ist mit ihrer Kopf-Rumpflänge von 15 bis 24 Zentimetern kleiner als die Wanderrate, die ausgewachsen eine Länge von 20 bis 27 Zentimetern hat. Obwohl die Hausratte kleiner ist, ist ihr Schwanz länger, auch länger als ihr eigener Körper, und beim Laufen meist angehoben. Ihre Ohren sind größer und das Fell der Hausratte auch dunkler als das der Wanderratte, die ein braungraues Fell hat und an der Bauchseite grauweiß ist.

Bekämpfung von Ratten

Da die objektspezifischen Gegebenheiten, als auch die Umgebungssituationen bei jedem Kunden stark variieren können, kann man eine Bekämpfung nicht pauschalisieren. Die Bekämpfungsmethode wird durch den Servicetechniker vor Ort ausgewählt, individuell angepasst und angewendet.

 

Natürlich können Sie sich vorher aber auch durch unsere Mitarbeiter im Innendienst telefonisch über die verschiedenen Bekämpfungsmaßnahmen informieren und beraten lassen.

Vor Ort für Sie da

Im Normalfall findet auf Wunsch sofort ein Einsatz vor Ort statt.

 

Sie werden als unser Kunde genau über die Vorgehensweise unseres Servicetechnikers informiert und beraten.

Im Anschluss wird unser Mitarbeiter Sie über mögliche Präventivmaßnahmen aufklären, um einem erneuten Befall entgegenwirken zu können.

Sie brauchen Hilfe? Sprechen Sie uns an:













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